11. März 2026
mobility move 2026: Leitveranstaltung für Transformation im öffentlichen Verkehr
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Mit 1 600 Teilnehmenden und 110 Ausstellern erreicht die mobility move 2026 neue Höchststände und sendet in einer Phase verkehrspolitischer Weichenstellungen ein starkes Signal für die Transformation der Branche und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Damit unterstreicht sie ihre Rolle als größter Branchentreff für straßengebundene öffentliche Mobilität. Vom 10. bis 12. März 2026 diskutieren in Berlin Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Zukunft von Bus, Infrastruktur und Digitalisierung. Die verkehrspolitische Eröffnung erfolgt am 11. März durch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Anschließend informiert sich der Bundesminister im Rahmen eines Rundgangs durch die 7 500 Quadratmeter große Fachmesse in drei Hallen über die neusten Innovationen bei E-Bussen und beim Autonomen Fahren im ÖPNV. VDV-Präsident Ingo Wortmann zur Eröffnung: „Wir sind hier an einem Ort der Innovationen – und der Modernisierung. Die mobility move steht für einen Wandel, den wir als Branche gemeinsam gestalten müssen. Dass wir heute einen solchen Ansturm erleben, zeigt: Die Relevanz ist da. Wir haben die Teilnehmerzahlen innerhalb von 16 Jahren verzwanzigfacht – eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel. Der öffentliche Verkehr ist kein Luxus, er ist zentrale Daseinsvorsorge, Teil unserer wirtschaftlichen Basis im Land – und mehr denn je angewiesen auf Verlässlichkeit, Finanzierung und Fachkräfte.“
Mit dem Grußwort und dem anschließenden Messerundgang des Bundesverkehrsministers setzt die mobility move 2026 ein politisches Zeichen: Die Transformation der straßengebundenen Mobilität ist industrie-, klima- und strukturpolitische Aufgabe zugleich. Im Zentrum stehen verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit und eine beschleunigte Modernisierung von Infrastruktur und Flotten. Zum 16. Mal bringt die mobility move Branche, Industrie und Politik in einem strategischen Dialogformat zusammen. Die Veranstaltung ist eine Initiative von VDV und DEVK und wird vom Forum für Verkehr und Logistik gemeinsam mit der VDV-Akademie organisiert.
Fünf Foren als strategische Antwort auf die Transformation
Die fünf Fachforen, neben der umfangreichen Ausstellung die zweite Herzkammer der mobility move, sind mehr als ein Kongressprogramm – sie sind die strukturierte Antwort der Branche auf Fachkräftemangel, Finanzierungsdruck, Klimaziele und Digitalisierungsschub. Sie bündeln die zentralen Transformationsfelder des straßengebundenen öffentlichen Verkehrs und übersetzen politische Zielsetzungen in konkrete Projekte, Technologien und Geschäftsmodelle. So erstreckt sich das Konferenzprogramm über drei Tage, fünf Fachforen und mehr als 100 Programmpunkte. Im Mittelpunkt stehen Themen wie E-Bus und Antriebswende, Autonomes Fahren, KI und Digitalisierung sowie die Modernisierung von Infrastruktur und Betriebshöfen. Das Forum „KI und Digitalisierung“ startet bereits am 10. März um 14 Uhr und geht am Abend in die mobility move night über.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Fachforen im Überblick:
Antriebswende konsequent gestalten: Im E-Bus-Forum stehen Finanzierung, Lade- und Tankinfrastruktur, Batterie-Technologien sowie Wasserstoff im Fokus. Premiere feiert der MAN Lion’s City E LE, Daimler präsentiert den eCitaro mit neuer NMC4-Batterie. Insgesamt sind 20 Bushersteller vertreten, darunter neue Aussteller wie VinFast, IKARUS und Scania.
Automatisierung und Digitalisierung vorantreiben: Das Forum Autonomes Fahren beleuchtet Markthochlauf, Modellregionen, Regulierung und industriepolitische Perspektiven. Unternehmen wie Uedelhoven Studios, Staff-Eye und das Projekt NeMo Paderborn zeigen konkrete Anwendungen. Holon tritt nach Eigentümerwechsel mit neuem Auftritt auf.
Digitalisierung systematisch nutzen: Im Forum KI und Digitalisierung geht es um Datenstandards, IT-Architekturen, KI-Anwendungen und konkrete Praxisprojekte. Über 40 der 110 Aussteller sind erstmals dabei – insbesondere aus den Bereichen IT und digitale Systeme. Mit ebblo präsentiert sich die frühere Trapeze Group in neuem Markenbild.
Infrastruktur zukunftsfähig machen: Das Forum Infrastruktur und Betriebshöfe widmet sich der Modernisierung von Anlagen, Werkstätten und Betriebshöfen. dhp technology zeigt Solar-Faltdächer für Betriebshöfe, Günzburger Steigtechnik Lösungen für die Instandhaltung, Dekra ist mit Sicherheits- und Prüfleistungen präsent. Mehrere Unternehmen stellen Wasserstofflösungen sowie entsprechende Infrastruktur vor, ergänzt durch neue Anbieter von Ladeinfrastruktur wie Cavendish, Kwetta oder OG Clean Fuels.
Vertrieb und Digitalisierung vernetzen: Mit der 83. KONTIKI-Konferenz wird ein fünftes Fachforum in die mobility move integriert. Die betreiber-, produkt- und systemneutrale Non-Profit-Organisation bündelt Akteure aus Verkehrsunternehmen, Verbünden, Aufgabenträgern sowie IT- und Industriepartnern und treibt insbesondere elektronisches Ticketing und Fahrgastinformation voran. Unter dem Titel „Wer nicht automatisiert, verliert – ÖPNV-Vertrieb: Upgrade auf KI-Version“ diskutiert die Konferenz Erwartungen und Realität beim KI-Einsatz, erfolgreiche Praxisbeispiele ebenso wie gescheiterte Projekte, und entwickelt praxisnahe Perspektiven für die digitale Weiterentwicklung des Vertriebs im öffentlichen Verkehr.
Weiterer Fokus auf Fachkräftebindung
Fachkräftebindung als Systemfrage: Mobilität braucht Menschen. Bereits heute fehlen bundesweit zehntausende Busfahrerinnen und Busfahrer. Gleichzeitig scheiden bis 2030 jährlich viele tausende Mitarbeitende im Fahrdienst altersbedingt aus. Trotz der gegenwärtigen Atempause am Arbeitsmarkt drohen ohne wirksame Gegenmaßnahmen Angebotskürzungen, Verlängerung von Takten und zusätzliche Belastungen für die bestehenden Teams – mit unmittelbaren Auswirkungen auf Qualität, Verlässlichkeit und Attraktivität des ÖPNV. Die mobility move greift diese strukturelle Herausforderung gezielt auf und verknüpft sie mit den strategischen Debatten der vier Foren. Neben digitalen Rekrutierungsansätzen wie Visabee stehen Qualifikation, internationale Fachkräftegewinnung, moderne Arbeitsbedingungen und geeignete politische Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Damit wird deutlich: Die Sicherung von Personal ist nicht nur betriebliche Aufgabe, sondern eine zentrale verkehrs- und arbeitsmarktpolitische Weichenstellung. Im Vorfeld des Branchentreffs wurde der Startschuss für den Fahrgastwettbewerb „LieblingbusfahrerIn“ gegeben.
Modernisierungspakt auf den Weg bringen
Die mobility move 2026 steht für die konkrete Umsetzung der Mobilitätswende auf der Straße. Mit der neuen Größe und Nachfrage wird sichtbar, was technologisch möglich ist – und mit Umsetzungsfokus politisch ermöglicht werden muss: Die Branche sieht in der begonnenen vierten Änderung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) einen zentralen Hebel, um einen Modernisierungspakt für den ÖPNV schnell und wirksam zu starten. Das Gesetz gilt seit Jahrzehnten als Erfolgsinstrument des Bundes zur Förderung kommunaler Bahn- und Bus-Infrastruktur und sollte zum Ausgangspunkt eines umfassenden Modernisierungsprogramms der Bundesregierung werden. „Die mobility move zeigt ganzheitliche Lösungen für eine Transformation des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Straße – und sie gelingt nur, wenn Politik, Industrie und Verkehrsunternehmen gemeinsam handeln. Die Innovationskraft ist da. Jetzt braucht es Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen und bei der Finanzierung. Die Innovationskraft ist da. Jetzt braucht es Verlässlichkeit bei Finanzierung und Rahmenbedingungen“, so Wortmann abschließend.
Fachbuch-Veröffentlichung: Mit dem neuen Fachbuch „Systemwissen Städtischer und Regionaler Busverkehr“ legt die Branche zur mobility move ein umfassendes Grundlagenwerk zum Gesamtsystem Bus vor – von Fahrzeugen und Infrastruktur über Betriebsformen und Planung bis hin zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Tätigkeitsprofilen. Das gemeinsam mit der VDV-Akademie entwickelte Werk richtet sich an Fach- und Führungskräfte sowie an Aus- und Weiterbildungsprogramme in Verkehrsunternehmen und verbindet Praxiswissen mit aktuellen technischen Standards und Regelwerken.










